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iPad Pro 2020: Meine Gründe für den Wechsel

In diesem Blog-Post erkläre ich, warum ich das iPad Pro 2020 (4. Generation) für mein papierloses Büro zuhause nutze und für wen es sich lohnt, ein Upgrade durchzuführen. Das entsprechende YouTube-Video dazu habe ich am Ende des Artikels eingebettet.

iPad Pro 12.9 Zoll (4. Generation) mit Apple Pencil 2

Release-Datum: Denkbar ungünstig

Am 19.03.2020 offiziell vorgestellt und eine Woche später im Handel erhältlich. Das klingt zunächst plausibel. Doch aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie kommt es noch im Juni 2020, als dieser Blog-Post entsteht, zu Lieferschwierigkeiten.
Als ich mir mein iPad Pro 2020 (4. Generation) für mein Review auf YouTube kaufen wollte, wurde mir eine mehrwöchige Lieferfrist angezeigt. Lediglich im Apple-Store am Marienplatz war noch ein Exemplar vorrätig, weshalb ich es dort direkt abgeholt habe. Vor allem Kaufinteressenten von den kleineren und günstigeren 11-Zoll-Varianten dürften hier noch wesentlich größere Schwierigkeiten bekommen, ihr iPad Pro 2020 zeitnah zu erwerben.

Mein iPad Pro Vorgängermodell

Wie ich bereits in diesem Video und dem zugehörigen Blog-Post gezeigt habe, arbeite ich seit 2015 mit dem iPad Pro 12.9 Zoll. Damals noch hauptsächlich für mein Studium, später dann für Notizen, Grafik und papierlose Dokumentenverwaltung.

Auch heute, fünf Jahre später, funktioniert das iPad Pro der ersten Generation noch sehr gut und auch die Bedienbarkeit hat noch nicht allzu merklich nachgelassen. Einzig und allein die Performance beim Bearbeiten von aufwendigeren Grafiken oder auch das Scrollen im App Store (warum auch immer) haben mir signalisiert, dass demnächst mal ein Upgrade anstehen könnte.

Warum dann der Wechsel? Darum soll es im nachfolgenden Abschnitt gehen.

Meine Gründe für den Wechsel vom iPad Pro (1. Gen) zum iPad Pro (4. Gen)

Ich bezeichne mich durchaus als einen anspruchsvollen Nutzer des iPad Pro. Doch selbst die erste Generation hat mich nun fünf Jahre lang begleitet ohne einen großartigen Upgrade-Druck hervorzurufen. Wie schon erwähnt, läuft auch das ältere iPad Pro noch durchaus flüssig. Das waren meine Gründe für den Wechsel auf das iPad Pro 2020:

  1. USB-C
  2. Apple Pencil 2
  3. Performance
  4. Preis pro Gigabyte

Aber nun der Reihe nach, denn so einfach, wie die Liste erscheint, war die Entscheidung nicht:

USB-C

Natürlich ist mir bekannt, dass das iPad Pro (3. Generation), also das 2018er Modell, bereits über USB-C verfügt. Allerdings war mir mein iPad Pro in 2018 noch viel zu schnell und funktional genug, als dass alleine das einen Wechsel erlaubt hätte. Die anderen Gründe, warum ich mich 2018 dagegen entschieden habe, nämlich Performance und Preis pro Gigabyte, beschreibe ich weiter unten. Zurück zum Thema: Warum ist USB-C ein so starker Anreiz zu wechseln?

USB-C (links) und Lightning (rechts)
USB-C (links) und Lightning (rechts)

USB-C erlaubt im Vergleich zum Lightning-Anschluss eine Vielzahl an neuen Funktionen:

  • direkter Anschluss von USB-SSDs (wie z.B. die Samsung SSD T7)
  • direkter Anschluss von USB-C-Hubs
  • direkter Anschluss eines HDMI-Monitors oder Fernsehers
  • Laden mit dem gleichen Kabel wie ein MacBook
  • Nutzung des gleichen USB-C-Hubgs wie am MacBook bzw. iMac (oder auch Windows-PC mit USB-C)
  • Laden des iPhones mit dem iPad Pro

Zwar war es auch mit Lightning mit entsprechenden Adaptern von Apple möglich, auf SSDs zuzugreifen oder SD-Karten zu lesen, doch es ist keine native Lösung im Sinne eines Industriestandards. Es muss ständig ein Adapter mitgenommen werden, außerdem wurde für SSDs und Festplatten eine eigene Stromversorgung benötigt.

Man ist damit automatisch auf die Funktionen begrenzt, die Apple in den entsprechenden (teuren) Adapter eingebaut hat. Mit USB-C hingegen liegen die Grenzen in der USB-Spezifikation bzw. der Implementierung von Funktionen am iPad Pro selbst.

Richtig spannend wird die Nutzung von USB-C-Hubs mit mehreren Geräten (abwechselnd) Ich nutze z.B. am iMac den gleichen USB-C-Hub wie am iPad! Besonders praktisch: Ich habe mir einen USB-C-Hub ausgesucht, der selbst kein USB-C-Kabel fest verbaut hat, sondern über eine USB-C-Buchse verfügt. So fällt der Wechsel zwischen den Geräten leichter und bei einem Kabelbruch lässt sich dieses kostengünstig tauschen. Ein absoluter Geheimtipp (hier gibt es den USB-C-Hub zu kaufen)!

Apple Pencil 2

Auch hier gilt: Ja, der Apple Pencil 2 ist mit dem iPad Pro 2018 erschienen, dennoch hat sich der Wechsel erst jetzt für mich (und sicher viele andere) gelohnt. Es gibt kurz gesagt drei große Veränderungen im Vergleich zur ersten Generation:

  1. Der Apple Pencil 2 hält nun magnetisch am Rahmen des iPad Pro (3. und 4. Generation)
  2. Der Apple Pencil 2 lädt nun induktiv, während er magnetisch am Rahmen gehalten wird (ebenfalls nur 3. und 4. Generation)
  3. Es gibt nun eine Touch-Sensitivität an der Vorderseite des Pencils, was Gesten wie schnelles Wechseln zwischen Radiergummi und regulärem Stift ermöglicht

Alle drei Neuerungen sind eine enorme Verbesserung, insbesondere aber das automatische Laden hat mich sehr überzeugt. Denkt man nur an die gefährliche Konstellation, die sich beim Laden der ersten Generation über den Lightning-Port am iPad Pro ergeben hat:

Apple Pencil lädt an iPad Pro
Gefährlich: eine falsche Bewegung und es bricht entweder der Apple Pencil oder die Lightning-Buchse

Performance

Natürlich ist das iPad Pro 2020 schneller als die erste Generation von 2015. Laut Geekbench hat sich die Multicore-Leistung hierbei vervierfacht und die Grafikleistung verdreifacht. Die Single-Core-Performance hat sich immerhin seitdem verdoppelt.

Im Vergleich zur 3. Generation ist das iPad Pro von 2020 allerdings lediglich um einen weiteren Grafikkern aufgerüstet worden. Zusätzlich hierzu gibt es allerdings nun standardmäßig 6 GB RAM, was 2018 noch dem Top-Modell mit 1 TB Speicher vorbehalten war.

Preis pro Gigabyte

Der Hauptunterschied zum 2018er Modell ist für mich aus heutiger Sicht der Preis pro Gigabyte Speicher:

Der liegt beim 2020er-Modell deswegen deutlich niedriger, da die Einstiegs-Variante 2018 noch über 64 GB verfügte, während es 2020 bereits 128 GB waren. Zum Vergleich mit 2015 (nur am Rande): 128 GB war damals die Top-Ausstattung.

Somit ergibt sich rückwirkend für die kurze Zeit, in der sowohl 2018er- als auch 2020er-Modelle neu zu kaufen sind, kein wirklicher Preisvorteil durch den Kauf der älteren Generation.

Review: iPad Pro 2020 für papierloses Büro zuhause

Weitere Informationen sowie meine aktuellen Lieblings-Apps in einer Kurzvorstellung habe ich in folgendem Review zusammengefasst: Viel Spaß beim Anschauen, über Feedback über die Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen!

iPad Pro 2020 Review von Stefan Lachner (Ingenieurs-Blog) bei YouTube